Im ehemaligen Schwarzenberg’schen Zimmereigebäude – mit Bessemerraum, Zimmerei, Bergbauraum, Hammerwerk und großem Außengelände.


Ein neu errichtetes Gebäude mit 45 m² überdachter Fläche beherbergt den rund 200 Jahre alten Schwanzhammer – inklusive Antrieb 9,5 Tonnen schwer und denkmalgeschützt. Ein Modell zeigt den Wasserantrieb.

Nachbildung des ersten Konverters in Alt-Österreich im Maßstab 1:1.
Rund 200 Jahre alt, 9,5 t schwer, unter Denkmalschutz.
Eine 3,7 t schwere „Ofensau“ und eine der letzten Eisenflossen aus dem Jahr 1909.
Leihgaben aus Schwarzenberg’schem Besitz (Eisenbergbau 1660–1909), private Stücke und eine Wildererflinte aus dem letzten Jahrhundert.
Ein birnenförmiger, bodenblasender Konverter aus Eisenblech, innen mit feuerfestem Material ausgekleidet. Henry Bessemer entwickelte ihn in England und ließ ihn 1856 patentieren. 1863 ging in Turrach die erste Bessemerbirne am europäischen Festland in Betrieb.
Das Verfahren braucht phosphor- und schwefelarmes Roheisen und wird heute nicht mehr angewendet.
Ursprünglich Werkzeug und teilweise Waffe der oberen Bergarbeiterschicht, wurde das Berghäckel mit der Zeit zum Standessymbol und bergmännischen Zunftzeichen. Einfache Ausführungen vereinten Hammer, Schneide, Haken und rechten Winkel; der Stiel trug oft Maßeinheiten.
Das „neue“ Erzberghäckel wurde 1997 entworfen. Es zeigt Wahrzeichen des Steirischen Erzberges, Fördertechnik und Verhüttung – im Vordergrund die heilige Barbara, dahinter der Blick zum Erzberg mit der Oswaldikirche. Entwurf und Guss: H. Kerber, Leoben, unter Mitwirkung des Bergbaues Eisenerz.







Der Legende nach lebte Barbara Ende des 3. Jahrhunderts in Nikomedia. Ihr Vater sperrte sie in einen Turm, weil sie sich heimlich taufen ließ. Auf der Flucht öffnete sich ein Felsspalt, um sie zu verbergen.
Die Finsternis des Turms steht für die Arbeit im Berg, der sich öffnende Fels für das Öffnen der Erde. Barbara gilt als Schutz vor dem „jähen Tod“ unter Tage.
Turm mit drei Fenstern, Fels, Schwert, Kelch mit Hostie und der Blitz – Zeichen für Gefangenschaft, Flucht, Martyrium und Schutz vor Gewitter und Feuer.
Bergbaubetriebe und Vereine feiern bis heute Barbarafeiern, oft im Bergkittel. Am selben Tag geschnittene Kirschzweige, die zu Weihnachten blühen, gelten als Glückszeichen.